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"Visierpflege"

 
Ursprüngliche Nachricht
 
Veröffentlicht im Namen von Alexander Brandner am 2000-11-08
Visierpflege und beschlagenes Visier haben unmittelbar miteinander zu tun. Kling komisch, ist aber so.
Das liegt nälich daran, daß ein verunreinigtes Visier einfach mehr Kondesationskeime bietet, als ein penibel gereinigtes.
Nebenbei trägt die richtige Pflege des Visiers aber auch zu einer l&aum;ngeren Lebensdauer desselben bei.
 
Reinigung:
  • Natürlich kann man sich in einem Bikershop allerhand Mittelchen kaufen, die in windeseile das Visier reinigen. Mir sind keine Fälle zugetragen worden, wo so ein Reinigungsmittel das Visier beschädigt hätte.
     
  • Billiger ist es, wenn man ein Stück Zeitungspapier oder Küchenrolle naß macht und dieses auf das Visier legt. Damit wird man selbst die Überreste der Fliegen los. Man sollte aber nicht zu lange warten, da sonst der »Einweicheffekt« beim Teufel ist.
     
  • Bei geringer verschmutzten Visieren und für die Innenseite tun es ein paar Spritzer Fensterputzmittel und ein Blatt von der Küchenrolle.
     
Wichtig ist nur, daß man den groben Schmutz weggbekommt, bevor man zum Rubbeln anfängt. Sonst gibt es Kratzer.
 
Mittel gegen Beschlagen:
  • Am teuersten aber vielfach erprobt und für gut geeignet befunden sind Austauschviesiere, die man für jeden gängigen Helm bekommen sollte. Diese Visiere zeichnen sich durch eine doppelte Ausführung des Visiers aus. Der Luftpolster dazwischen schafft einen geringeren Temperaturgradienten und damit geringere Neigung um Anlaufen.
    Nachteil: teuer(?); zusätzliche Brechung des Lichtes in der Nacht - mehr Streulicht;
    Lebensdauer: je nach Häfigkeit des Einsatzes und Pflege 2-3 Saisonen
     
  • Folien zum Aufkleben auf der Innenseite. Haben anfäglich einen super Erfolg (Namentlich FogCity). Mit der Zeit und durch das Putzen wird der Effekt aber mit der Zeit geringer.
    Nachteil: schwer vom Visier zu bekommen, wenn die Wirkung nachläßt;
    Lebensdauer: ca. 2 Saisonen
     
  • Diverse Mittelchen gegen Beschlag. Der Erfolg ist nicht selten zweifelhaft. Es hat mir noch keiner ein Mittel genannt, mit dem er wirklich zufrieden gewesen wäre
     
  • Spülmittel, dünn auf der Visierinnenseite aufgetragen. Die Wirkung basiert auf einer Reduktion der Oberfächenspannung des anfallenden Kondenswassers –> ein Wasserfilm, der so knapp vor dem Auge nicht mehr störend wahrgenommen wird. ABER kein Spülmittel-Konzentrat verwenden. Damit bakommt man sehr leicht Schlieren, die dann schon bei gutem Wetter stören.
    Nachteil: der Effekt ist nur von rel. kurzer Dauer (einige STunden durchgehende Regenfahrt sind kein Problem, aber viele Fahrten bei denen das Visier feucht wird sind schlecht); genaues Arbeiten beim Auftragen erforderlich, sonst Schlierenbildung;
     
  • Und dann noch ein paar Hausmittel, die alle den selben Effekt haben - nämlich eherh fraglichen ;-)
    Apfelspalte zum Einreiben des Visiers verwenden, Spucke im Visier verteilen ....
     
Dann haben wir Brillenträger noch das Problem mit Brillen, die Beschlagen. Dazu kann ich nur zwei Hinweise geben: Auch die Brille sollte sauber sein (ich weiß wie schwer das zu bewerkstelligen ist ;-) und die Brille sollte nicht kalt werden. Ich setze im Winter den Helm meist schon im Haus auf und mache das Visier zu. Damit gibts dann nur selten Probleme ... schaut halt ein bisserl komisch uas, wenn man so zum Bike geht.
 
Und abschließend noch zum Beschlagen des Visiers außen: Hier geht es in erster Linie um ein sauberes Visier. Und dann kann man nur hoffen, daß man einen Handschuh hat, der eine Wischerlippe an einem Finger hat oder, was mir persönlich besser gefällt, eine Fläche mit Rauhleder. Damit kann man das dennoch entstehende Kondenswasser elegant wegwischen oder wieder zu einem kontinuierlichen Film verteilen.
 
alex.
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