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"Schutzbekleidung - was und warum ..."

 
Ursprüngliche Nachricht
 
Veröffentlicht im Namen von Alexander Brandner am 2001-06-11
Aller Anfang beim Motorradfahren ist natürlich das Motorrad. Wenn man das einmal erstanden hat, ist im allgemeinen das Budget relativ aufgebraucht :-(
Was man aber trotz aller finanziellen Nöte nicht vergessen sollte ist die Schutzausrüstung. Besonders wichtig, da man ja am Motorrad keine Knautschzone hat und so schlimmstenfalls alles "hautnah" miterleben muß.
 
Welche Teile sollte also eine brauchbare Schutzausrüstung umfassen?
  • Helm
    Eh logisch, lernt man auch in der Fahrschule, daß selbst der Gesetzgeber den Helm für wichtig erachtet und ihn daher vorschreibt. Über die Aspekte, die beim Helmkauf zu beachten sind habe ich mich ohnehin auf einer eigenen Seite ausgelassen.
     
  • Handschuhe
    Wichtig ist ein festes Material und eine perfekte Verarbeitung, also feste Nähte. Was hilft einem schließlich das festeste Leder, wenn man nach einem kurzen Rutscher die Lederflicken von der Straße aufsammeln muß. Angeblich ist Känguruh-Leder besonders abriebfest.
     
  • Nierengurt
    Da es beim Fahren doch meist etwas zugig ist, auch unter der besten Jacke, schadet so ein Teil sicherlich nicht. Die Kosten von 150.- ATS aufwärts sind im übrigen auch nicht so schlimm.
     
  • Rückenprotektor
    Ein Wirbel ist schnell einmal angeknackst, und daß er nur schwer wieder zu reparieren ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Durch den starken Anstieg der Motorrad-Zulassungen stieg auch die Auswahl verschiedener Sicherheitsgimmicks, so auch Rückenprotektoren, die heute in allen Variationen erhältlich sind. Man sollte beim Kauf darauf achten, daß er die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt, dennoch einen guten und sicheren Sitz hat und vor allem auch die Lendenwirbelsäule gut abdeckt. In Jacken bereits integrierte Protektoren sind wegen der Länge also eher als ungeeignet zu bezeichnen. Besser als ohne Protektor herumzufahren ist es aber allemal.
    Ob man sich jetzt einen harten Panzer zulegt, eventuell mit Gelenk, oder etwas Flexibleres, bleibt schließlich Geschmackssache.
    Ein finanziell interessanter Aspekt ist, daß beim Einsatz eines Rückenprotektors - wegen der Befestigung des selbigen - der Einsatz eines Nierengurtes meist entbehrlich ist.
     
  • Jacke & Hose
    Ob nun Leder oder Textil, da scheiden sich die Geister (... auch in afm, falls mal jemandem fad sein sollte ;-). Besonderes Augenmerk sollte man den Protektoren widmen (dazu ein paar Worte weiter unten), diese - oder vielmehr deren Sitz und die Möglichkeit sie unterzubringen - sollten schon bei der Anprobe berücksichtigt werden. Wichtig ist auch hier, daß die Sachen gut sitzen und als bequem empfunden werden. Sonst hängt bald die schöne teure Kombi nur mehr im Schrank ... und da schützt sie einen nicht besonders gut.
    Da sich insbesondere bei den Materialien für Textil-Schutzbekleidung immer wieder neue Aspekte durch neu entwickelte Materialien etc. ergeben, gehe ich nicht weiter darauf ein. Da hilft nur ein aktueller Materialtest z.B. aus einer Motorradzeitung.
    Zum Thema Leder hat sich Wolfgang Pawlinetz ein paar Gedanken gemacht. Diese sind auch in der FAQ zu finden.(Kaufhilfe für Lederkombis)
     
  • Stiefel
    Herr Mann ist ja der Meinung, daß nichts wichtiger wäre als diese. Unwichtig sind sie jedenfalls nicht. Vielfach unbemerkt, verrichten auch beim Schuhwerk Protektoren ihren Dienst. Wichtige Stellen sind hier Schienbein und Knöchel. Ein weiterer Aspekt, der sich aus dem Schienbeinschutz schon irgendwie erkennen läßt, ist die Höhe der Stiefel: Sie sollten jedenfalls über die Knöchel reichen, da diese im Fall des Falles leicht vom Motorrad getroffen, oder durch das Wegknicken des Fußes verletzt werden.
     
  • Protektoren
    Gibt es in den vielfältigsten Ausführungen. Hauptzweck ist in jedem Fall der Schutz beim Auftreffen auf dem Untergrund. Sie müssen also gute Dämpfungseigenschaften haben. Diese können bereits von festen "Styropor"-Protektoren erreicht werden. Sie haben aber den Nachteil, daß sie nach der ersten Beanspruchung getauscht werden müssen. Ebenfalls gute Dämpfungseigenschaften erzielt man mit weichen Protektoren. Diese gibt es in Ausführungen, die eher an Schaumstoff erinnern. Der spezielle Aufbau bewirkt aber erstaunlich gute stoßlindernde Eigenschaften. Sie sind, wie auch die Gelprotektoren (z.B. Hiprotec von Hein Gericke), mehrmals in der Lage, ihre Wirkung zu beweisen.
     
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